Bei ihrer letzten Sommertour in diesem Jahr besuchte die SPD Gronau und Epe das Tagungszentrum der Euregio in Glanerbrug, wenige Meter hinter der Grenze. Dabei erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Interessantes über die Euregio, deren Geschichte und ihre Arbeit.

Bei der Euregio ist das Miteinander der Nationalitäten gelebter Alltag, betonte Marie-Lou Perou zur Begrüßung. "In unseren Besprechungen sprechen die Niederländer oft deutsch und Deutsche niederländisch", so die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.

Gegründet wurde die Euregio 1958 und ist damit die älteste grenzüberschreitende Organisation in Europa, auch wenn es gar kein offizielles Gründungsdatum gibt, wie Marie-Lou Perou berichtete. Die Menschen zueinander zu bringen bei Kunst, Kultur und Sport, war damals das Ziel. Erst Anfang der 1970er-Jahre entstanden vorangetrieben von Alfred Mozer, einem engagierten Verfechter des europäischen Gedankens, feste Institutionen, die 1978 in der Gründung des Euregio-Rates mündeten. 1985 wurde die Geschäftsstelle auf deutscher Seite wenige Meter vor der Grenze eingerichtet, erfuhren die Besucherinnen und Besucher.
Die Verbesserung der Verkehrsverbindungen im Grenzgebiet und die Stärkung der Wirtschaft rückten in der Folgezeit verstärkt in den Mittelpunkt der Arbeit. Ein 1987 entwickeltes Aktionsprogramm wurde zum Vorbild für das INTERREG-Programm der EU, das jetzt in die sechste Auflage geht.

Menschen verbinden, Beratung und Information, die Übernahme öffentlicher Aufgaben sowie die Lobbyarbeit sind heute die Arbeitsschwerpunkte der acht Angestellten in der Euregio-Geschäftsstelle und den rund 40 Mitarbeitenden in den verschiedenen Projekten, erläuterte Marie-Lou Perou. Beispielhaft nannte sie den GrenzInfoPunkt, bei dem Menschen Unterstützung erhalten, die im Nachbarland arbeiten möchten, das Projekt Grenzkinder als Hilfe für Familien, die mit ihren Kindern ganz oder teilweise von den Niederlanden nach Deutschland auswandern möchten, sowie die Initiative Euregio Youth, bei der Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren aus den Nachbarländern sich in verschiedenen Aktivitäten zusammenfinden.

Vor zwei Jahren wurde mit der Entwicklung und Umsetzung der Strategie Euregio 2030 begonnen. In den drei Kategorien nachhaltige Raumordnung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt sowie gesellschaftliche Entwicklung wurden zwölf Themenschwerpunkte entwickelt, die in den nächsten Jahren angegangen werden sollen. Unter der Überschrift EuregioRail ist die Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität, konkret z. B. eine durchgehende Bahnverbindung von Münster nach Zwolle, ein Schwerpunkt. Der Klimaschutz ist ein Querschnittsthema des Programms.

Einig waren sich die Referentin und die Gäste von der Gronauer SPD in der Diskussion, dass in den vergangenen Jahren vieles erreicht wurde bei der Überwindung der Grenzen, sei es bei der Zusammenarbeit der Rettungsdienste, der Feuerwehr und der Polizei oder den Möglichkeiten, im Nachbarland zu arbeiten und zu studieren, und auch im grenzüberschreitenden Tourismus. Dennoch tun sich im Alltag immer wieder Hürden auf, stellten sie ebenso fest. Und gerade im Miteinander im sozio-kultureller Bereich steht und fällt vieles mit dem Engagement einzelner, unterstrich Marie-Lou Perou abschließend - verbunden mit dem Appell an die Menschen in den Kommunen, hier noch aktiver zu werden.

 

Kurzmitteilung

Das Büro der SPD Gronau und Epe
sowie der
SPD-Bundestagsabgeordneten
Sarah Lahrkamp ist geöffnet
montags von 14.30 – 17.30 Uhr.

 

02562/8163819

icon emailbuergerbuero@spd-gronau.com

 

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